www.keine-Punkte.de "Ein Fahrlehrer packt richtig aus!"
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Leseprobe

. . . Wenn nun täglich so viele Unfälle im Straßenverkehr passieren, dann ist das nicht nur ausschließlich negativ. Im Gegenteil, die Kfz-Werkstätten haben dadurch Aufträge und Arbeitsplätze werden gesichert. Die Automobilindustrie kann wieder neue Autos verkaufen und die Wirtschaft wird angekurbelt. Das wirklich negative an Fehlern im Straßenverkehr und deren Folgen ist, wenn Mitmenschen verletzt oder getötet werden.

. . . Ich würde mich freuen wenn sich auch mal die Medien und verantwortliche Politiker sowie Entscheider im Straßenverkehrsbau mehr angesprochen fühlen. Ich bin sicher, wenn wir mehr über die Unfallzahlen und Gründe erfahren würden, würden wir bewußter im Straßenverkehr teilnehmen und könnten viele Fehler vermeiden lernen.

. . . "Wer keinen Eintrag in Flensburg hat, hat entweder viel Glück gehabt oder ist ein Verkehrshindernis". Das wären nun circa 41 Millionen Menschen! Ich war über diese Aussage von einem Fernsehmoderator (Jörg Pilawa) der in der Öffentlichkeit steht mehr als erschrocken. Daher habe ich ihm und der ARD eine Mail geschrieben und nachgefragt, ob Herr Pilawa zu den 41 Millionen Führerscheininhabern gehört, welche Glück hatten oder ein Verkehrshindernis sind. Oder ob er zu den 9 Millionen gehört, welche erheblich oder wiederholt die Verkehrsgesetze missachten und dadurch die Verletzung von Leib und Leben anderer Menschen billigend in Kauf nimmt. Herr Pilawa hat diese Anfrage bis heute nicht beantwortet.

. . . Ein nach meinem Dafürhalten nicht zu unterschätzendes Problem sind aber nicht nur die Verkehrsteilnehmer selbst, sondern vielmehr auch Politiker, Planer und Entscheider, welche die Straßen und deren Verkehrseinrichtungen entwerfen und bauen lassen. Verkehrsregeln und Einrichtungen, die manchmal selbst für Fahrlehrer unverständlich sind.

. . . Auszug aus dem Antwortschreiben von Frau G. vom Bayrischen Staatsministerium des Inneren:
"Allerdings folgt in räumlich engem Abstand eine Schilderbrücke mit Wechselverkehrszeichengebern. Spätestens dort sind die unterschiedlichen Geschwindigkeitsregelungen aufgehoben, auch wenn die Wechselverkehrszeichengeber dunkel geschaltet sein sollten." (ne, is klar)

. . . Nun hatte ich gehofft, das diese Problematik an der Person Ramsauer festzumachen sei. Falsch, Herr Dobrindt (aktueller Verkehrsminister) tritt nicht nur in die gleichen merkwürdigen Fußstapfen, er setzt allem noch die Krone auf. Wenn bei einer Pkw-Maut, welche nur Ausländer betrifft, EU-weit mit Klagen zu rechnen ist, dann nennt er diese Abgabe einfach anders. Oder liegt es daran, dass Frau Merkel gesagt hat, es gebe unter ihrer Führung keine Pkw-Maut? Auch rechnerisch geht hier einiges nicht auf.

. . . Ich will mal unterstellen, dass sie es nicht mit Absicht oder Vorsatz machen. Aber ich bin mir sicher, dass diese auch bei Polizisten verbreitete Gedankenlosigkeit bei der Teilnahme im Straßenverkehr weit von einer Vorbildfunktion entfernt ist. Wie sollen wir Fahrlehrer den Fahrschülern nachhaltig verständlich machen, was richtig und was falsch ist, wenn die Ordnungshüter sich selbst nicht an die Verkehrsregeln halten?

. . . Noch extremer finde ich die A995 vom Autobahnkreuz Süd Richtung München. Hier stehen auf einer Strecke von ca. 9,4 km 46 Geschwindigkeitsschilder und es wird sieben Mal die Geschwindigkeit rauf beziehungsweise runter geregelt. Also alle 1,3 Kilometer. Zusätzlich macht es einen Unterschied, ob hier am Tage oder zwischen 22 und 06 Uhr gefahren wird. Ich vermute, dass derjenige, der dies so entschieden hat, diese Strecke noch nie gefahren ist.

Es würde mich auch nicht wundern, wenn es die gleiche Behörde ist, welche keine Ahnung über das Ende eines Streckenverbots hat.